Erster Auftrag zum Bau einer Fernwärmetrasse in NRW


Kraftanlagen München (KAM) und die Depenbrock Bau GmbH & Co. KG erhalten als Arbeitsgemeinschaft FW-Transportleitung von der RWE Group Business Services GmbH den Auftrag für eine ca. 2,3 km lange Fernwärmetransportleitung in Marl. Dies ist für die Business Unit Erdverlegter Rohrleitungsbau der erste Auftrag in Nordrhein-Westfalen.

Mit der Außerbetriebnahme des Kraftwerks Scholven in Gelsenkirchen werden Teile der Stadt Marl künftig aus dem örtlichen Chemiepark von Evonik versorgt. Dazu wird aus dem Evonik-Kraftwerk in Marl Wärme ausgekoppelt und über eine Fernwärmetransportleitung bis zur geplanten Fernwärme-Netzstation in der Zechenstraße in Marl-Brassert geleitet.

Die ARGE erhielt den Auftrag für die Rohrleitungs- und Tiefbauarbeiten von der geplanten Fernwärme-Netzstation in der Zechenstraße bis zum Zielschacht für den geplanten Tunnel zur Unterquerung der A 52 und die Rohrleitungs- und Tiefbauarbeiten ab dem Startschacht für den Tunnel bis zur Übergabestelle an Evonik sowie die Verrohrung einschließlich der Wärmedämmarbeiten innerhalb des Tunnels und der zugehörigen Schachtbauwerke.  

Die geplante Fernwärmetransportleitung DN 500 besteht aus einer Vor- und Rücklaufleitung. Der Außendurchmesser des Systems aus Kunststoffmantelrohren beträgt für den Vorlauf 800 mm und für den Rücklauf 710 mm. Die Auslegungsparameter für die max. Betriebstemperatur und die Nenndruckstufe betragen 140 °C bzw. PN 25. Die Leitungen werden überwiegend im offenen Rohrgraben errichtet. Die Querung der Autobahn erfolgt durch einen Tunnel mit einem Stahlbetonschutzrohr DN 2000.

Bereits im September wird mit den Arbeiten vor Ort begonnen, um eine Inbetriebnahme bis Ende Juni 2016 zu gewährleisten.

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